Gibt es überhaupt IT-Projekte? | different-thinking

Gibt es überhaupt IT-Projekte?

Eine steile These, die Vitali Fuchs aufstellt. Genau diese diskutiere ich heute mit ihm. Wir sprechen nicht nur über Projekte, sondern auch darüber, was wir zukünftig für Menschen in der IT benötigen.


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Im Vorfeld dieses Podcasts hat sich folgender Dialog per Mail zwischen Vitali Fuchs und mir entsponnen:

Vitali schrieb: “Stell dir folgendes Bild vor, zwei Nachbarn (Die IT Abteilung auf der einen Seite und der Rest des Unternehmens auf der anderen Seite) leben friedlich und fröhlich nebeneinander. Ein hoher Zaun, wenn nicht sogar eine hohe Mauer, trennt sie voneinander, was zunächst nicht schlimm ist, weil man sich auch dahinter verstecken kann.

Allerdings wissen die beiden, dass sie voneinander abhängig sind, da sie sich mehrere Ressourcen teilen und sonst aufeinander angewiesen sind. Plötzlich bekommt aber einer dieser Nachbarn Besuch (von mir) und stellt fest, dass sein Leben besser und effizienter organisiert wird, allerdings braucht er die Hilfe seiner Nachbarn, der IT-Abteilung!

Diese ist jedoch überrascht, weil, wenn er seinem Nachbarn helfen soll, muss er sich ja verändern und anders agieren als bis jetzt. Die letzten Jahre hatte er stets dafür gesorgt, dass das Leben seiner lieben Nachbarn funktioniert. Und plötzlich soll sich das ändern?! Gut sagt er widerwillig, ich helfe dir, aber du muss mir sagen was du willst, wozu du das brauchst und wie ich dir dabei konkret helfen soll!!!

Das Problem ist aber, dass der Nachbarn, der sich verändern will, nicht im Detail weiß, was und in welchem Umfang er von seinem Nachbarn die Hilfe braucht. Das bedeutet, dass er die Anforderung nicht unbedingt genau formulieren kann, weil auch die technischen Lösungen nicht kennt. Wenn du an mich keine Anforderung stellen kannst (so der nette Nachbar „die IT Abteilung“), dann kann ich dir auch nicht sagen, welche technischen Lösungen es gibt. Und so leben die beiden Nachbarn weiter (un)glücklich nebeneinander.”

 

Ich habe darauf so geantwortet: “IT existiert aus einem einzigen Grund: Den Fluss von Daten/Informationen zwischen Elementen des Business (Prozesse & Organisation) zu ermöglich.
So, oder so ähnlich steht das im OBASHI Buch und genau so ist es.

Die Realität ist oft eine etwas andere: IT ist das ungeliebte Stiefkind des Business – Hat man, braucht man irgendwie, aber irgendwie ist das Kind anders als die anderen (Produktion, …), macht Sachen, die ich nicht verstehe und kostet viel Geld. Was kriege ich dafür?

Ich glaube, das gehört der Vollständigkeit dazu. Denn es ist eine der Ursachen, warum die Situation so ist, wie sie ist.

Es fehlt der Mittler zwischen den Eltern, Geschwistern und Stiefkind.”

 

Das war der Ausgang für das Gespräch, welches wir dann ein paar Wochen gemeinsam geführt haben. Vitali ist spezialisiert auf die Arbeitsablaufanalyse und die Geschäftsprozessoptimierung mit Hilfe von Standard-Softwarelösungen, wie z.B. Microsoft SharePoint oder Office 365. Unser Gespräch kannst Du in dieser Folge belauschen.

 

Vitali hat uns folgende beiden Bücher empfohlen:

Den Youtube-Kanal von Vitali findest Du hier: https://www.youtube.com/channel/UCLE0lpt_wqQb9wAYCFHJKEg/featured

Bildquellen/Copyright:

  • keine-it-projekte-vitali-fuchs-h: Robert Sieber
Robert Sieber
 

Robert Sieber ist Ex-CIO, Podcaster und Servicenerd. Seine Vision ist eine interne IT, die sich genauso einfach buchen, nutzen und bezahlen lässt, wie die Fahrt mit dem Taxi. Als Berater und Coach packt er ganz praktisch und pragmatisch bei seinen Kunden an, um echte Serviceorientierung zu dauerhaft zu etablieren. Robert Sieber vertritt einen pragmatischen und geschäftsfokussierten Weg für Service-Management. Als Berater sind für ihn gesunder Menschenverstand und offene Kommunikation wichtiger als Frameworks und Best Practices.

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