Neue Referenzarchitektur für IT-Management | different-thinking

Neue Referenzarchitektur für IT-Management

Die Open Group wird im Oktober in London IT4IT vorstellen. IT4IT ist eine Referenzarchitektur für das IT Management, welche nicht von einer privaten Firma, sondern einem offenen Konsortium – der Open Group – erarbeite und verwaltet wird. Die Open Group zeichnet für eine ganze Reihe von Standards in der IT verantwortlich:  NFS, TOGAF, ArchiMate, SOA-Referenzarchitektur und –Gouvernance sowie die UNIX Standards.

Vertreter von Shell, HP, Munich Re, Achmea, PwC, ING, Accenture und AT&T haben in den letzten zwei Jahren an einem offenen Standard gearbeitet. Motivation und Zielstellung beschreiben die Initiatoren so:

“Es gibt viele IT-Standards und -Frameworks. Eine große Lücke bleibt jedoch: Es gibt keine Entwicklung einer kompletten IT-Referenzarchitektur unter freier Governance. Beratungsunternehmen und Analysten haben proprietäre Modelle, die von einige Buchautoren aufgearbeitet worden. Im Gegensatz zu anderen Branchen gibt es keine allgemein akzeptierte Ende-zu-Ende Darstellung aller Aktivitäten in der IT-Wertschöpfungskette. Der Einzelhandel hat die ARTS-Modell, die  Telekommunikation hat eTOM und Banken nutzen BIAN. Ähnliche Bemühungen sind auch in anderen Industriezweigen zu finden. Aber die Orientierung / Anleitungen für die IT sind fragmentiert, domänenspezifisch, oder in erster Linie Prosa-Werke – nicht mit der vollen architektonischen Strenge eines mehr-perspektivischen Referenzmodell ausgedrückt.” (frei übersetzt aus dem Englischen)

Dazu habe ich heute morgen via Twitter folgende Präsentation gefunden:

 

Mein erster Eindruck

Ich begrüße es auf jeden Fall, dass die Entwicklung im Rahmen der Open Group als offener Standard stattfindet. Ebenso positiv ist, dass das Modell den kompletten Wertschöpfungszyklus abbilden soll. Auch die Verbindung zu anderen Standards der OpenGroup sind hilfreich. Im Gegensatz zu beispielsweise ITIL und COBIT ist der Standard auf einer höheren Ebene angesiedelt. Es stehen nicht einzelne Prozesse und Funktionen im Mittelpunkt, sondern der gesamte Wertfluss in der IT. Damit natürlich die Orientierung am Geschäft des jeweiligen Unternehmens.

Das was ich aus der Präsentation entnehmen kann, stimmt mich sehr neugierig. Ich bin auf die Details gespannt und hoffe, dass ausführliche Unterlagen bald veröffentlicht werden.

Wie ist Dein Eindruck? Noch ein Standard, oder wirklicher Mehrwert?

Bildquellen/Copyright:

Robert Sieber
 

Robert Sieber ist Ex-CIO, Podcaster und Servicenerd. Seine Vision ist eine interne IT, die sich genauso einfach buchen, nutzen und bezahlen lässt, wie die Fahrt mit dem Taxi. Als Berater und Coach packt er ganz praktisch und pragmatisch bei seinen Kunden an, um echte Serviceorientierung zu dauerhaft zu etablieren. Robert Sieber vertritt einen pragmatischen und geschäftsfokussierten Weg für Service-Management. Als Berater sind für ihn gesunder Menschenverstand und offene Kommunikation wichtiger als Frameworks und Best Practices.

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