4

Was Rot, Blau und Gelb mit guter Kommunikation zu tun haben

Wir reden, schreiben eMails, whatsappen, bloggen oder podcasten. Viel Kommunikation, den ganzen Tag. Trotzdem stelle ich immer wieder fest, dass die Kommunikation ein großer Hinderungsgrund für den Erfolg ist. Die richtige Menge an Kommunikation und der richtige Adressat sind zwei Variablen. Wie unsere Botschaft beim Gegenüber ankommt, das ist die große Unbekannte. Auch das lässt sich steuern. Darüber spreche ich heute mit Lucas Kletschke. Kommunikationsstile. Rot, Gelb und Blau.


weitere Möglichkeiten den Podcast zu hören:
iTunes - RSS - Stitcher - Soundcloud - YouTube - player.fm


Woran scheitert die Veränderung von ITSM-Prozesse? Woran scheitert das Business-IT-Alignment? Woran scheitert Outsourcing?

An fehlender Expertise?

Nein! 

An schlechter Planung? 

Nein!

An zu wenig Einsatz?

Nein?

An Kommunikation?

JA!

Diese Fragen kannst Du auf viele (alle?) anderen Lebensbereiche übertragen. Der häufigste Grund für Probleme, Ängste und Scheitern ist eine unzureichende Kommunikation. 

Dabei ist die Kommunikation ein sehr gut wissenschaftlich abgedecktes Fachgebiet. Es gibt sehr viel Forschung auf dem Gebiet und auch viele verständliche und sinnvolle Modell. Beispielsweise das Kommunikationsmodell der vier Ebenen bzw. vier Ohren von Friedemann Schulz von Thun. Und trotzdem geht so viel schief.

“Kommunikation ist das was ankommt” – geht zurück auf die 5 Axiome von Paul Watzlawick (hier oder hier). Ein Satz, der sich mir eingeprägt hat und den ich wann immer es geht beachte. 

Wenn es um den Empfänger geht, dann darfst Du so kommunizieren, wie es Dein gegenüber am besten versteht – richtig?

Genau darüber habe ich mit Lucas Kletschke gesprochen. Er hat zusammen mit Kollegen das 3DK-Modell entwickelt. In diesem Modell sind drei gleichwertige Kommunikationsstile definiert, die durch die Farben Rot (aktional), Blau (rational) und Gelb (emotional) gekennzeichnet sind.

Lucas Kletschke in Aktion auf der Bühne

Jeder Mensch trägt unterschiedliche Anteile aller drei Stile in sich. Jeder Mensch nutzt alle drei Stile. Für Dich ist es wichtig zu erkennen, welcher Stil im Moment überwiegt und auf diese Weise Deine Botschaft zu übermitteln. 

Und das kannst Du lernen wie eine Fremdsprache!

Klingt komisch für Dich? Dann höre in den Podcast rein, denn Lucas Kletschke gibt Dir wunderbare Beispiele. Ein sehr lehrreiches Gespräch über Kommunikation und den Vorteil den anderen so zu behandeln, wie er behandelt werden möchte.

Damit Du es leichter hast, den Kommunikationsstil Deines Gegenüber zu erkennen, habe ich Dir hier eine Tabelle mit Merkmalen zusammengetragen:

  aktional rational emotional
Stimme eindringlich monoton weich
Distanz suchte Grenzen sucht Distanz sucht Nähe
Gruß zelebriert die Begrüßung  formell informell
Auftreten inszeniert zurückhaltend diplomatisch
Kleidung auffallend
ausgewählt
Status
funktional
egal
angepasst
modisch
Schmuck sichtbar
auffällig
viel
Gelbgold
wenige
ausgewählt
teuer
Weißgold / Platin
verspielt
modisch
Beziehungsstücke
rosegold
Entscheidung positiv: schnell
negativ: vorschnell
positiv: Zahlen, Daten Fakten
negativ: keine Entscheidung
positiv: durch Beratung
negativ: keine Beratung
Gesprächsverlauf sprunghaft zielorientiert
geradlinig
einkreisend
Denkprozesse  nachher vorher während

Die Tabelle geht auf die Schulungsunterlagen von Lucas Kletschke zurück. Informationen zu ihm und sein Angebot findest Du auf seiner Homapage: http://www.kkb.li/index.php

Wenn Du jetzt fürchtest, dass die Menschen in Schubladen gesteckt werden, dann höre Dir bitte das Interview an. Danach weißt Du, dass genau das nicht passiert. Weitere Informationen zum 3DK-Modell findest Du auf den Seiten der 3DK-Akadmie. Eine Schulung mit Lucas Kletschke kann ich Dir aus eigene Erfahrung nur wärmstens empfehlen!

Bildquellen/Copyright:

  • Vortrag Lucas Kletschke: Lucas Kletschke
  • kommunikation-lucas-kletschke: Robert Sieber | CC BY SA 4.0
Robert Sieber
 

Ich bin IT-Leiter in einer mittelständischen Firmengruppe. Für mich steht der tatsächliche Nutzen für das Unternehmen im Vordergrund meines Handelns - neudeutsch: Business-Alignment. Ich nenne es lieber geschäftsfokussiertes IT-Management. Gespräche und Kontroversen inspirieren mich zu neuen Beiträgen, um meine Sicht auf die Dinge zur Diskussion zu stellen. Methoden sind Werkzeuge - frei nach meinem Motto: "So viel ITIL wie nötig, so viel gesunder Menschenverstand wie möglich."

Click Here to Leave a Comment Below 4 comments